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2.6. AlternativenOptische Medien: Deren Speicherdichte ist mittlerweile nicht mehr so groß, dass sie sich gegenüber Festplatten lohnen würden. Die Auswahl der am Markt verfügbaren Produkte ist nicht sehr groß, dafür sind die Produkte recht teuer.Magnet-Bänder: Sind für Backups sehr gut geeignet, jedoch für den Einsatzzweck, den RAID-Systeme erfüllen, ungeeignet: Ein Echtzeitzugriff ist praktisch kaum möglich, die Performanz kann sich mit Festplatten nicht messen. Linear Mode: Ähnelt sehr stark RAID Level 0, verteilt die Zugriffe jedoch nicht, sondern "befüllt" die Festplatten sequenziell. Damit sind die Nachteile eines RAID 0 gegeben, da alle Daten verloren gehen, wenn eine Platte ausfällt, aber der Performanz-Vorteil bleibt durch die Sequenzialität aus. 3. Die Praxis - ein Beispiel3.1. GegebenheitenWir befinden uns in einer Studenten-WG, deren drei Bewohner in der überwiegenden Mehrzahl zu den technisch begeisterten Menschen gehört. In diesem Umfeld ist der Tatendrang groß und das Budget klein. Es soll ein File-Server aufgebaut und installiert werden, der teilweise vorhandene, teilweise neu hinzugekaufte Festplatten aufnimmt und gegen Festplattenausfälle gewappnet sein soll, da aus Kostengründen kein Backup gefahren werden kann.Vorhanden sind IDE-Festplatten mit 2 x 20 GB und 3 x 40 GB. Damit die Kapazität noch eine Weile reicht, wurden 2 80 GB-Festplatten sowie ein IDE-Controller hinzugekauft. 3.2. PlanungDie Entscheidung fiel auf RAID Level 5, um maximale Kapazitätsausbeute zu haben. Hardware-Controller für RAID 5 über mehr als vier Festplatten und vor allem über mehr als einen Controller hinweg sind für eine Studenten-WG nicht rentabel, daher wurde beschlossen, das RAID-System per Software unter Linux zu realisieren. Alle RAID Levels benötigen jedoch gleich große "Einheiten"; es wäre daher entweder notwendig, das Software-RAID auf 20 GB-Einheiten zu betreiben oder aber 2 x 20 GB und 3 x 40 GB "intelligent" zu 80 GB-Einheiten zusammenzufassen.Die erste Möglichkeit scheidet aus, da ein RAID 5 nur eine defekte Einheit verkraftet. Wenn aber nun eine 40 GB- oder ein 80 GB-Festplatte ausfällt, sind gleich zwei oder vier Einheiten defekt, und das RAID ist kaputt. Bei einem Software-RAID lassen sich mehrere RAID-Levels verschachteln; so haben wir über die zwei 20 GB-Platten und eine 40 GB-Platte ein RAID 0 gelegt und über die beiden übrigen 40 GB-Platten noch einmal. Es stehen nun vier 80 GB-Einheiten zur Verfügung, die als RAID 5 im Verbund stehen. Die echte Plattenkapazität ist ca. 320 GB, die Nutzkapazität ca. 240 GB. Für das bessere Verständnis: s. Abb. 13.
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